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Instagram plant ein NFT-Feature. (Foto: istock.com/MBezvodinskikh)

NFT-Funktion bei Instagram: Mark Zuckerberg kündigt Collectibles an

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Nachdem Twitter zu Beginn des Jahres auf den NFT-Zug aufgesprungen ist, hat sich mit Instagram nun ein weiterer Kandidat angekündigt. Mark Zuckerberg gab vor Kurzem bekannt, dass das soziale Netzwerk bald um eine NFT-Funktion erweitert werden soll. Über die genauen Hintergründe dieses Plans besteht bisher jedoch Ungewissheit.

Mark Zuckerbergs NFT-Zukunftspläne für Instagram

Während eines Interviews im Rahmen des South by Southwest Events bestätigte Mark Zuckerberg, dass die Integration von NFTs auf Instagram kurz bevorstehe. Der Meta-CEO kündigte an, dass Instagram User bereits in den kommenden Monaten die Möglichkeit bekommen würden, Non-Fungible Tokens auf der Plattform zu präsentieren und eventuell sogar zu prägen.

Unter der Prägung versteht man die Umwandlung einer digitalen Datei in ein NFT. Dieses wird auf der Blockchain gespeichert und kann schließlich mit Kryptowährung erworben werden. Zuckerberg kündigte an, dass dies bereits „in naher Zukunft“ funktionieren werde.

Ab wann diese Funktion verfügbar sein wird, verriet er bisher aber nicht. Wie genau dieser Prozess auf Instagram ablaufen soll, wurde bis jetzt ebenfalls nicht bekannt gegeben. Fest steht jedoch, dass Nutzer die Möglichkeit haben sollen, ihre bereits erworbenen NFTs auf der Plattform zu zeigen. Zudem hofft Zuckerberg darauf, dass in naher Zukunft auch die Möglichkeit bestehen wird, Kunstwerke und andere digitale Dateien über das soziale Netzwerk zu prägen. Es existieren Vermutungen, dass das Unternehmen sogar plant, den Verkauf jedes beliebigen Instagram-Posts als NFT zu ermöglichen.

Noch viele technische Unklarheiten

Der Meta-Konzern könnte bald in Konkurrenz zu den NFT-Börsen Nifty Gateway, OpenSea und Rarity treten. Da bisher aber Unklarheiten über die technische Struktur der neuen Funktion bestehen, lassen sich über deren tatsächlichen Umfang nur Vermutung aufstellen. Für NFT-Handel wird häufig die Ethereum-Blockchain verwendet, doch es ist bisher nicht bekannt, auf welcher Blockchain das NFT-Projekt von Instagram aufbauen wird.

Nach Angaben des Blockasset.co COO Mike Dickens brauche Instagram für eine größere Massenakzeptanz und ein besseres Nutzererlebnis eine Blockchain mit niedrigen Gebühren. Laut dem Experten stelle Solana mit der „Phantom“-Wallet einen geeigneten Kandidaten für das neue Instragram-Feature dar. Dies würde den Nutzern beispielsweise ermöglichen, ein Bild einfach anzuklicken und den aktuellen Preis für das NFT, Preisveränderungen sowie die Verkaufshistorie angezeigt zu bekommen.

Auf ähnliche Weise funktioniert die Prägung von Non-fungible Tokens beim Marktführer OpenSea. Alternativ sei laut Dickens jedoch auch die Einbindung von Wallets wie Torus denkbar, welche Nutzer mithilfe ihrer Konten in sozialen Netzwerken einfach erstellen können. Dies würde vor allem die Akzeptanz bei unerfahrenen Usern fördern.

Die Kryptowährung des Meta-Konzerns

Mike Dickens ist der Ansicht, Meta könne seine NFT-Funktion auch an eine eigene Kryptowährung kuppeln. In der Vergangenheit arbeitete der Konzern bereits an seiner Kryptowährung Libra, die später in Diem umgetauft wurde. Im Januar diesen Jahres wurde schließlich bekannt, dass der Konzern den Coin bereits eingestampft haben soll.

Die Pläne des Meta-Konzerns für eine eigene Kryptowährung erscheinen derzeit jedoch eher ungewiss und vage. Wann und in welchem Rahmen diese Anwendung finden soll, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Für das NFT-Projekt könnte Meta theoretisch zumindest vorübergehend auf die Krypto-Giganten Bitcoin und Ethereum zurückgreifen.

Im August 2021 kündigte der ehemalige Meta-Manager David Marcus bereits an, dass im Rahmen der Arbeit an der konzerneigenen Wallet Novi, welche zusammen mit Diem Anwendung finden sollte, auch die Entwicklung von NFT-Anwendungen untersucht werde.

NFTs auf Instagram für die breite Masse

Im Dezember vergangenen Jahres machte der Instagram-Chef Adam Mosseri bereits vage Ankündigungen, NFTs auf Instagram testen zu wollen. Er machte hierzu jedoch keine konkreten Angaben – außer, dass das Unternehmen nach Möglichkeiten suche, Non-fungible Tokens über das soziale Netzwerk für eine breitere Masse zugänglich zu machen.

Die Insta Collectibles könnten NFTs der breiten Masse zugänglich machen.
Die Insta Collectibles könnten NFTs der breiten Masse zugänglich machen. (Foto: iStock.com/GOCMEN)

Zudem äußerte er sich, er wolle Creatorn bei der Integration von NFTs behilflich sein, eventuell über eine neue Monetarisierungsoption. Im Juni vergangenen Jahres testete Instagram bereits die Einbindung der NFT-ähnlichen Collectibles im Zuge der „Creator Week“, einem virtuellen Gipfel nur für eingeladene Teilnehmer. Das Event wurde vom Konzern als eine private Veranstaltung für NFT-Creator charakterisiert. Laut Angaben des Konzerns sollte den Eingeladenen dadurch die Möglichkeit gegeben werden, ihre digitalen Kunstwerke über das Internet zu verkaufen.

Durch die bevorstehende NFT-Integration bei Instagram könnten die Non-fungible Tokens endlich zum Mainstream werden, so die Deutsche Bank in einem Ende März 2022 veröffentlichten Bericht. Instagram könnte durch seine Markenbekanntheit die Hürden in diesem aufstrebenden Bereich senken und den Kauf- und Verkaufsprozess von NFTs vereinfachen, so die Bank.

NFTs in der digitalen Welt des Metaverse

Dass NFTs im Metaverse eine große Rolle spielen sollen, ist bereits seit der Namensänderung von Facebook in Meta sowie der Bekanntmachung von Zuckerbergs Zukunftsplänen bezüglich des Unternehmens ersichtlich. Mark Zuckerberg hat nun genauere Angaben zu seinen Vorstellungen gemacht. So soll beispielsweise die Kleidung, die der Avatar im Metaverse trägt, als NFT geprägt und dadurch an verschiede Orte mitgenommen werden.

NFTs sollen also fester Bestandteil der virtuellen Welt werden und das Leben ihrer Besitzer im Metaverse bereichern. Auf diese Weise sollen NFTs nicht nur Sammlerobjekte werden, sondern eine konkrete Verwendung im Metaverse finden. Zuckerberg erwähnte, dass sein Team noch daran arbeite, die damit verbundenen technischen Hürden zu überwinden.

NFTs auf YouTube und Twitter

Neben Instagram plant auch YouTube die Integration von Non-Fungible Tokens, vermutlich noch im Jahre 2022. YouTube sieht darin vor allem die Gelegenheit, die Bindung zwischen Usern und Creatorn zu stärken. Twitter bietet bereits seit Januar die Möglichkeit an, NFTs als Profilbild zu verwenden – User haben die Möglichkeit, sich über Twitter mit der jeweiligen Wallet zu verbinden, das NFT zu übertragen und als Avatar zu verwenden. Das Profilbild wird in einer sechseckigen Form angezeigt, welche garantiert, dass man den Token tatsächlich besitzt.

Fazit: Insta-NFTs sind eine innovative Funktion für Content-Creator

Auch wenn noch einige Unklarheiten bezüglich der NFT-Funktion auf Instagram besteht, darf man gespannt bleiben. Wir erwarten eine innovative Funktion, die das soziale Netzwerk um eine Facette erweitern wird. Wie dies im Einzelnen aussehen wird, wird die Zukunft zeigen. Fest steht jedoch, dass sie ermöglichen wird, dass NFTs auch die breitere Masse erreichen.